Ein Millionstel Millimeter sind sie klein, die sogenannten Nanopartikel. Und die Wissenschaft verspricht sich viel von ihnen, weil gewöhnliche Stoffe im nanoskalierten Bereich plötzlich neue – andere, als die bisher bekannten – Charakterzüge entwickeln. Und so denkt man voller Euphorie beispielsweise an neue Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin, wie etwa der Bekämpfung von Krebs.

Auch die Kosmetikindustrie arbeitet zum Teil schon mit der Nanotechnologie. In den Medien wird hierzu immer wieder die Sonnencreme genannt, die nun dank nanoskalierter Titandioxid- oder Zinkoxidpartikel transparent ist und nicht mehr diesen „unangenehmen“ weißen Film auf der Haut hinterlässt, wie das beim Einsatz von gewöhnlichem Titandioxid der Fall ist.

Das Problem bei der ganzen Sache sind jedoch meines Erachtens – und des Erachtens der meisten anderen Kritiker dieser Technologie – eben diese neuen Charakterzüge. Denn die Wirkungen auf den menschlichen Organismus und auch unsere Umwelt sind bislang nicht wirklich ausreichend erforscht. Man weiß stand heute schlichtweg noch nicht, was diese winzigkleinen Partikel in unserem Körper alles anrichten, denn Sie sind klein genug, um in die Blutbahn und somit in sämtliche Organe zu gelangen.

Was nun in vielen Köpfen der Verbraucher zu einem Irrglauben geführt hat, sind die vielfachen Aussagen, in denen Titandioxid in einem Atemzug mit dem Begriff „Nanopartikel“ genannt wurde. So entstand der Glaube, das Wort „Nanopartikel“ beschreibe eine Gruppe verschiedener Stoffe, unter welche auch das Titandioxid fällt. Das ist jedoch falsch!

Der Betriff „Nanopartikel“ beschreibt die Grösse – oder vielmehr die Winzigkeit – eines Stoffes.

Titandioxid ist kein Nanopartikel, sondern es ist – neben vielen anderen Grössen – lediglich auch als Nanopartikel erhältlich. Also in einer Teilchengrösse im nanoskalierten Bereich – eben ein Millionstel Millimeter klein.

Ich setze in meinen Produkten nur das „gewöhnliche“ Titandioxid ein. Weil ich mich und keinen anderen Menschen einem potenziellen Risiko aussetzen möchte – auch wenn es sich vielleicht in Zukunft als eine absolut sichere Sache erweist. Solange das nicht klar und durch langjährige Studien belegt ist, verzichte ich lieber auf diese winzigkleinen Teilchen. Und ausserdem bin ich der Meinung, dass man nicht jeder Innovation nachjagen muss. Warum auch, wenn sich die bisherigen Stoffe in der Vergangenheit so gut bewährt haben und auch heute noch bewähren?


In diesem Sinne alles Liebe und Gute für Sie!



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