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Das ist es, was uns antreibt ... ... das ist es, was uns Mut macht, neue Wege einzuschlagen ... das ist es, was uns außergewöhnliche Dinge vollbringen lässt. Und so war es eigentlich auch bei mir ...

Meine Leidenschaft für Kosmetik und Make-up entstand bereits in meiner frühen Jugend. Ich fand es einfach spannend, wenn sich jemand schminkte und verbrachte selbst stundenlang vor dem Spiegel mit den unterschiedlichsten Kosmetik- und Make-up-Produkten. Ich investierte nahezu mein gesamtes Taschengeld in die vielen Tuben, Dosen sowie Pinsel und war immer wieder von Neuem fasziniert, was damit so alles angestellt werden kann. Meine Leidenschaft wollte ich zum Beruf machen ... aber wer kennt das nicht, dass so viele Argumente dagegen sprechen und man sich auf einen anderen Weg begibt ... einen Weg, hinter dem man nicht wirklich steht ... einen Weg, der einem nicht die Erfüllung gibt ... einen Weg, der einen nicht glücklich machen kann.

Und diesen Weg geht man solange, bis „irgendetwas“ passiert. Und dieses „Irgendetwas“ hing mit meiner Hochzeit zusammen. Jede Frau wünscht sich, an diesem Tag großartig auszusehen. Neben einem wunderschönen Kleid gehört dazu natürlich auch eine zauberhafte Frisur und das perfekte Make-up. Ich stand dabei vor der Frage "schminke ich mich selbst oder soll ich mir zu diesem Anlass den Luxus gönnen, mich schminken zu lassen?". Ich ließ mich von einer Kosmetikerin zum "Luxus" überreden und vereinbarte einen Termin für ein Probe Make-up.

Ich wurde also professionell (wie ich damals noch dachte) geschminkt. Doch das, was ich danach im Spiegel sah, war nicht ich ... ich erschreckte mich eher vor dieser traurig aussehenden Maske - diesen Keramik-Harlekinen gleichend, die ich als Kind auf dem Regal in meinem Zimmer sitzen hatte. Die Farbe der Foundation passte weder zu meinem Hals, noch zu meinem Dekolleté. Sie war viel zu hell, die Augen im Kontrast dazu viel zu dunkel und ein grässlicher Lippenstift vervollständigte dann noch diesen misslungenen Schmink-Luxus. Ganz zu schweigen von der dicken Schicht, die schwer auf meinem Gesicht lag. Nur die Träne fehlte noch zum perfekten Harlekin, wobei ich nah daran war, dafür schnell Ersatz zu schaffen. Mein Verlobter, der mich abholte, schaute mich voller Entsetzen an ... und sein Gesichtsausdruck verriet seine Gedanken, dass das wohl nicht die Frau war, die er so zum Altar führen wollte. Meine Oma, bei der wir anschließend vorbeifuhren, erschreckte sich ihrer maskierten Enkelin und somit versuchte ich bereits 15 Minuten nach dem Verlassen des Schminksalons das „Mauerwerk“ von meinem Gesicht zu wischen – besser gesagt zu kratzen, was gar nicht so einfach war.

Nach diesem Erlebnis stand mein Entschluss für den schönsten Tag im Leben fest: Ich schminke mich selbst! Ich recherchierte im Internet, denn ich wollte noch etwas Besonderes für mein Augen Make-up finden. Dabei stieß ich in mehreren Foren, in welchen sich Frauen über Make-up und Kosmetik austauschten, auf den Begriff "Mineralfoundation". Zu der damaligen Zeit war das Thema noch sehr neu, ich selbst hatte es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wahrgenommen und es gab auch noch keinen deutschen Hersteller. Die Frauen in diesen Foren hatten Produkte aus den USA gekauft und waren von dieser Foundation so begeistert, dass auch mein Interesse geweckt wurde.

Kurzerhand zog ich los, besorgte mir die wesentlichen Bestandteile und fing an, mir selbst in einem Mörser meine eigene Foundation herzustellen. Ich saß im Schneidersitz in unserem Wohnzimmer auf dem Boden und mischte mit vollem Elan. Schon von den ersten Mischungen war ich total begeistert ... die Ergebnisse, die ich mir immer wieder im Spiegel anschaute, waren beeindruckend. Ich mischte so lang, bis ich eine absolut perfekt zu meiner Hautfarbe passende Foundation hergestellt hatte. Die Frauen in diesen Foren hatten nicht übertrieben - ich war von dem Ergebnis wirklich absolut überwältigt – und dabei hatte ich damals noch nicht einmal einen Kabuki, weil es diese Pinsel hier noch nicht zu kaufen gab. Es war mit keinem meiner bisherigen Foundations – an denen ich nie gespart hatte – vergleichbar. Der schönste Tag meines Lebens konnte also kommen...

Ich heiratete verschönert mit meiner eigenen Foundation, die mir die perfekte Ausstrahlung für diesen wunderschönen Tag gab, mich selbstsicher zu meinem künftigen Ehemann schreiten ließ und ihren Beitrag dazu leistete, mich überglücklich zu fühlen! Und da war das „Irgendetwas“, was mich auf einen neuen Weg brachte ... eigentlich zurück zu meinem ursprünglichen Wunsch führte, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen.  

Ich war so begeistert von dieser Art Foundation und bedauerte es, dass sie hierzulande noch so unbekannt war und es keinen Hersteller dafür gab. Ich beschloss, dafür zu sorgen, dass alle Frauen die Möglichkeit haben, in den Genuss dieses tollen und völlig unschädlichen Schminkprodukts zu kommen. Ich eignete mir das nötige Fachwissen an, baute unsere Garage gemäß den kosmetikrechtlichen Vorschriften um, tüftelte monatelang an der perfekten Rezeptur und sehe mich heute wieder mit dem zwar spät, aber dennoch erfüllten Wunsch, mit Make-up zu arbeiten.

Der Weg dorthin war zweifelsohne ein sehr steiniger Weg. Doch die Unterstützung sehr lieber Menschen und mein tiefer Glaube an das Produkt und meine Fähigkeiten haben mir geholfen, dran zu bleiben und es zu schaffen.

Ich schminke heute nicht nur mit Leidenschaft, sondern stelle in liebevoller Handarbeit und mit Unterstützung eines tollen Teams sogar Produkte her für die Menschen, die sich selbst oder andere schminken. In jedem Döschen steckt etwas von meiner Liebe zu diesen Dingen und ich nutze jeden Tag, um diese Liebe in jedes noch so kleine Detail einfließen zu lassen - immer mit dem Grundsatz, die Natur und die Menschen, die meine Produkte verwenden, in ihrer Einzigartigkeit zu belassen.

Ich wünsche Dir mit meinen Produkten von Herzen dieselbe Freude, die ich damit habe. Und das Gefühl, du selbst zu sein, ohne dich maskiert zu fühlen ... und vielleicht habe ich Dich mit meiner Geschichte inspiriert und ermutigt, Deine noch nicht realisierten Träume wahr werden zu lassen. Gern kannst Du mir dazu schreiben ... und wenn ich Dich dabei mit Rat und Tat unterstützen kann, so werde ich das gerne tun.
 
Mit den allerliebsten Grüßen

Deine Andrea

 

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